Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die ehemalige Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat Thyssenkrupp Steel (TKSE) davor gewarnt, den Abnahmevertrag mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) zu kündigen.
„Die Überlegungen von TKSE, den Liefervertrag mit HKM zu kündigen, sind zum jetzigen Zeitpunkt das falsche Signal“, sagte Bas der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Während HKM um seine Zukunft kämpft, droht eine solche Entscheidung, die intensiven Bemühungen um einen Investor zu untergraben.“
Es gehe um „tausende Beschäftigte, um ihre Familien, um Duisburg – und um die Zukunft des Stahlstandorts Deutschland, das Rückgrat der deutschen Industrie“, mahnte die ehemalige Bundestagspräsidentin. „Ich erwarte von TKSE und Thyssenkrupp, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden und den Verkaufsprozess konstruktiv unterstützen.“
Am Freitagnachmittag findet eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung bei Thyssenkrupp Steel statt. TKSE hat sich bislang verpflichtet, bestimmte Stahlmengen von HKM abzunehmen und weiterzuverarbeiten.
Foto: Bärbel Bas am 31.03.2025, via dts Nachrichtenagentur
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